Das Dreiländereck ist bekannt für seine riesige Anzahl an verschiedenen Freizeitaktivitäten. 

Was viele nicht wissen, Nauders ist auch von Jahrtausend alter Geschichte geprägt. Bereits die Römer benutzten den historischen Grenzübergang als Hauptknotenpunkt, um Waren von Norden nach Süden zu transportieren. Später war das Gebiet vom Engadin und der rätoromanischen Kultur geprägt. Heute noch erinnern speziell die Flurnamen an diese geschichtsträchtige Zeit. Auch während der beiden Weltkriege war das Dorf an der Grenze ein strategischer Ort um sich vor Feinden zu schützen.

Wir nehmen Sie mit auf eine spannende Reise in die Geschichte des rätischen Dreiecks rund um Nauders. Unsere speziellen Wandertipps geben Ihnen die Möglichkeit sich auf die Spuren unserer Vorfahren zu machen und mehr über die Region zu erfahren. 

Rundwanderung Kaiserschützenweg über die Festung 

Diesen Rundgang beginnen Sie direkt in Nauders. Folgen Sie den Wanderweg Nr. 13 der Sie direkt zum Einstieg des Kaiserschützenweges führt. Dieser beginnt bei der Festung Nauders, welche zwischen 1834 und 1840 erbaut wurde und heute die einzige original erhaltene Festung des Österreich-Ungarischen Reiches ist. Die Anlage diente zur Verteidigung gegen die Schweiz und wurde im Krieg gegen Italien um 1915 das letzte Mal verteidigungsbereit armiert. Heute beherbergt sie mehrere Ausstellungen und öffnet in den Sommermonaten ihre Tore für Besucher. 

Der Kaiserschützenweg führt Sie rechts neben der Festung zuerst durch ein Waldstück, vorbei an begehbaren Felskavernen, und dann bergaufwärts zu den Sellesköpfen. Er bietet einen atemberaubenden Ausblick auf das Dreiländereck – auf das Inntal in Österreich, das Engadintal in der Schweiz und das Ortlergebiet in Italien.  An der Zettler Alm angekommen, gehen Sie weiter Richtung Schöpfwarte entlang des Wanderweges Nr. 2 und retour zur Norbertshöhe. Wenn Sie hier den Wanderweg Nr. 1 folgen kommen Sie wieder zurück nach Nauders.

Diese mittelschwere und teilweise schwere Wanderung bietet sich nicht für Kleinkinder an, da speziell der erste Teil etwas ausgesetzt ist. Gehzeit etwa 3,5 Stunden.

Parditsch und Fluchtwand

Direkt im Altdorf von Nauders beginnen Sie den Anstieg in Richtung Parditsch. Sie kommen über den Parditschweg auf die Munt-Weide, welche der Allgemeinheit zur Beweidung zur Verfügung steht. Immer bergaufwärts gelangen Sie zum Berggasthof Parditsch. Hier können Sie gerne verweilen, die Aussicht auf das Dreiländereck genießen und hausgemachte Köstlichkeiten probieren. Wenn Sie auf die andere Seite des Tales blicken sehen Sie die Terrassenlandschaften “Tantervals” und “Rufanatsch”. Über Jahrtausende waren die heute so saftigen Wiesen trockene Äcker und dienten dem Getreideanbau. Die Spuren dieses Terrassenanbaus während der Römerzeit sind heute noch erkennbar. 

Am Gasthof Parditsch vorbei führt Ihr Weg weiter durch Wälder zur Labaunalm, weiter in Richtung Labaun-Hochleger. Umrunden Sie das Tal und gelangen über Wiesen und einem kleinen See zur Fluchtwand

Falls Sie möchten können Sie den gleichen Weg zurückgehen oder eventuell auch über die Bazahler Köpfe, für einen abwechslungsreicheren Abstieg nach Nauders.

Mittelschwere Wanderung mit einer Gehzeit von circa 5.5 Stunden.

ÖSCHI Höhenwanderung (Österreich – Schweiz – Italien)

Wieder starten Sie direkt im Dorf von Nauders. Sie haben die Möglichkeit mit dem Sessellift auf den Kleinmutzkopf zu fahren. Von hier folgen Sie den Wanderweg in Richtung Grünsee. Über den “Wurzel- und Stufenweg” steil hinauf auf die Mutzwiesen. Von hier gelangen Sie auf den alten Militärweg von dem aus Sie zum Grenzstein auf 2.179 m kommen. Wie der Name des Grenzsteins schon verrät handelt es sich hierbei um einen Aussichtspunkt der 3 Staaten vereint: Österreich – Schweiz – und Italien. Wenn Sie hier dem Weg folgen, dann wandern Sie unter dem beeindruckenden Gebirgsstock Piz Lad vorbei und folgen der Beschilderung zur Reschner Alm. Wenn Sie möchten, können Sie gerne einkehren und die feine Küche dieser Bergwirtschaft genießen. Von hier aus haben Sie auch einen fantastischen Ausblick auf das strahlende Blau des Reschensees und die dahinter liegende Ortlergruppe. Von der Reschner Alm können Sie in das Dorf Reschen absteigen und den Bus zurück nach Nauders zu nehmen. Diese Wanderung ist mittelschwer und dauert ca. 6,5 Stunden.

Egal für welche Tour Sie sich entscheiden, das Dreiländereck wird Sie nicht nur landschaftlich sondern auch kulturell-geschichtlich überraschen. Wir im Hotel Post beraten Sie gerne für weitere Wandertipps.